Mikis Theodorakis - Ein Leben in Bildern
Juli 19th, 2010Soeben ist mein neues Buch Mikis Theodorakis - Ein Leben in Bildern beim Schott Verlag erschienen:
- Pressemitteilung des Verlags
- Rezension & Bildergalerie von Christiane Schlötzer
- Rezension von Annett Gröschner
- Rezension von Henry Martin-Klemt
- Rezension von Erasmus Schöfer
- Amazon
Mein Anliegen war es, mit diesem Buch durch eine Vielzahl von Bildern, die begleitet werden von verbalen Selbstreflexionen des Komponisten, eine visuelle Annäherung, eine Reise, eine Blickachse hinüber zum Leben des Komponisten Mikis Theodorakis zu ermöglichen – zu einem Leben, das in mehrfacher Hinsicht exemplarisch zwischen zwei Polen verläuft: dem Pol der griechischen und dem der europäischen Musik, dem Pol der populären und dem der sinfonischen Tradition, zwischen dem der Peripherie und dem des Zentrums, zwischen Athen und Paris, zwischen künstlerischer Avantgarde und dem Bewusstsein ursprünglicher Herkunft.
Aus dieser Lebensführung ergab sich in gewisser Weise ein Paradoxon. Theodorakis’ apollinischer Verstand strebte der absoluten Musik zu, seine dionysische Seele spürte der Volksmusik nach. Sein Lebensweg gestaltete sich zu etwas wie dem unermüdlichen Versuch, eine Verbindung zwischen jeweils entgegengesetzten Polen herzustellen, um scheinbare oder tatsächliche Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen. So dokumentiert dieses Buch – nicht nur in hunderten zum Teil sehr seltenen Fotos, sondern auch in bislang unveröffentlichten Aussagen sowohl des Künstlers Theodorakis als auch vieler seiner Wegbegleiter – eine in der Kultur- und Musikgeschichte beispiellose Biografie und ein unikales Werk.
Ich hoffe, es wird euch gefallen. Jedenfalls ist dieses Buch nicht nur einfach als ein Fotobuch (übrigens weltweit das erste über Theodorakis) von mir konzipiert worden, und andererseits nicht nur einfach als ein Foto-Text-Buch, sondern dadurch, dass durch diesen Musiker griechische und europäische Geschichte “hindurchgeflossen” ist, offenbart es, einen sehr speziellen - vom “Aussterben” bedrohten - Künstlertypus. Ich habe versucht, ein spannendes Buch zu machen: einen aus 80 Doppelseiten-Szenen bestehenden “Spielfilm”, der sich aus Abbildung, Text, Geschichte und Gefühl speist. Viel Spass damit.
P.S. (Danksagung)
Von den insgesamt mehr als 17.000 Fotos, die ich für dieses Buch zusammen mit Ina gesichtet habe, stammte der überwiegende Teil aus dem Archiv von Myrto & Mikis Theodorakis. Der andere Teil stammt aus den Archiven von Margarita Theodorakis, Anna Drouza (Archiv Niki Tipaldou), Petros Pandis, Nikos Moraitis sowie dem des Ehepaars Sgourakis. Ihnen allen gilt mein aufrichtiger und tief empfundener Dank. In nicht minderem Maße bin ich auch der Musikbibliothek Lilian Voudouri – wo inzwischen das Gesamtwerk von Theodorakis betreut wird – und seiner Direktorin Stephanie Merakos zu Dank für die tatkräftige Unterstützung meiner Arbeit verpflichtet. Für die Originaltextbeiträge danke ich Michalis Cacoyannis, Konstantin Costa-Gavras, Louis de Bernieres, Klaus Hoffmann, Jack Lang, Zubin Mehta, Henning Schmiedt, Herman van Veen, Roger Willemsen, Guy Wagner und Martin Walser. Mein Dank gebührt ebenso Axel Dielmann, ohne den es die beiden Interviews in dieser Form nicht geben würde.