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Rainer Fetting & Trak Wendisch im Interview

Niemandsland DDR – RAINER FETTING und TRAK WENDISCH, befragt von Asteris Kutulas

Rainer Fetting und Trak Wendisch Interview erstveröffentlicht in der TAZ: „Niemandsland DDR. Rainer Fetting und Trak Wendisch befragt von Asteris Kutulas“, in: die tageszeitung, 17.3.1990 (Foto © by Wolfgang Krolow)

Asteris Kutulas: Trak, wann hast Du Fettings Malerei kennengelernt?

Trakia Wendisch: Bilder von Rainer Fetting sah ich zum ersten Mal im Zeitgeist-Katalog, da hab ich sie zum ersten Mal bewußt wahrgenommen. Wir konnten ja damals von hier nur schwer rüber, also ich durfte damals noch gar nicht. Ich bekam bloß den Katalog und hatte zu zwei Leuten sofort eine Beziehung; Clemente hat mich da fasziniert und das Pferd, das Pferdebild ist da von dir, glaube ich, drin gewesen.         

Rainer Fetting: Die Häscher.

Wendisch: Ja, „Die Häscher“, genau … Und das war der Einstieg. Später sah ich dann viele Bilder in verschiedenen Katalogen und „live“ intensiv noch mal in einer Galerie in Helsinki, „Candleman in Subway“. Persönlich kennen wir uns nicht. Wir haben uns das erste Mal gesehen bei meiner Ausstellungseröffnung am Chamissoplatz …

Fetting: Dabei geh ich gar nicht gerne zu Ausstellungseröffnungen, und wenn, dann geh ich gleich wieder raus.          

Wendisch: Wenn man selbst ausstellt, hat man doch ein ganz gutes Gefühl, wenn bei der Eröffnung wenigstens ein paar Leute wegen der Bilder kommen. Vor allem wenn man nicht „Zuhause“ ausstellt, wie jetzt Rainer in der Nationalgalerie Ost … Du machst ’ne Ausstellung im Niemandsland, weißt du, da kommst du irgendwie an und machst ’ne Ausstellung und eigentlich … Na, du stehst im Licht, und dahinter ist alles dunkel. Und da hab ich einfach die Idee gehabt, daß man so’n Umfeld etwas erhellt … daß einfach das Umfeld anfängt zu leben, jetzt, da Rainer Fetting seine erste Ausstellung in der DDR macht.

Bizarre Städte, Trak Wendisch, Asteris Kutulas
Originalcover von Trak Wendisch für Bizarre Städte Band 3, 1988

Kutulas: Rainer, ist die DDR für dich ein Niemandsland? Du kommst und machst eine Ausstellung im „Niemandsland“ Berlin, das vorher sogar geteilt war. Auf einmal ist es nicht mehr geteilt …

Fetting: Ich glaube, das ist auch eine Euphorie, die zur Zeit mitschwingt. Niemand weiß, was kommt. Aber wirklich ein Niemandsland war das für mich vor dieser ganzen Geschichte. Wenn ich früher mal drüben war, hab ich mich sehr unwohl gefühlt. Auch die Kontrolle war immer sehr unangenehm. Und jetzt – durch die wenigen Kontakte, die ich hier hatte, ist mir alles an für sich schon ein bißchen vertraut geworden.

Kutulas: War Berlin für dich vorher Provinz?

Fetting: Fruchtbar und kreativ war die Zeit, als ich nach Berlin kam, als diese Stadt wirklich noch für mich ein Niemandsland war. Ein Abenteuerland, wo man das Gefühl hatte, da könne man noch mitmachen. Damals ging’s ums Überleben, und mein Gefühl entsprach dem Erscheinungsbild der Stadt. Es war tatsächlich eine kreative Zeit, auch weil ich auf Künstler traf, die ähnliche Vorstellungen hatten. Dadurch kam es zu einer euphorischen Stimmung.

Das alles ist dann, als der Erfolg kam, weg gewesen. Da war die Luft raus, und Berlin hat sich für mich immer mehr an Westdeutschland angeglichen. Damals war ich sehr frustriert … Ein Freund regte mich an, mit ihm nach New York zu gehen. Ich wollte eigentlich nach Tel Aviv, weil ich dorthin eingeladen war, bin dann aber nach New York gegangen.

Heute ist Berlin Provinz. Das kocht alles so im eigenen Saft. Aber jetzt kommt der Wind von draußen rein. Jetzt kommen Veränderungen, und dadurch wird’s wieder sehr interessant.

Kutulas: Trak, war für dich Ost-Berlin auch Provinz?

Wendisch: Na ja, in der Ost-Provinz war Ost-Berlin am wenigsten Provinz. Aber die Stadt existierte eher als Fiktion für mich, als Fiktion aus AFN, BfBS und dem französischen Sender France International. Es war immer ein Feeling von Welt da, aber ich hab kulturell eigentlich dann wiederum eher im Berlin der 20er/30er Jahre so in meinem Kopf gelebt. Und ansonsten ist es einfach meine Heimat. Also ich hab mir die Frage nie gestellt. Ich wollte immer wieder zurück dahin, wenn ich irgendwo anders war. Aber diesen Effekt der Bewegung, den empfinde ich ganz genauso. Überhaupt wird Berlin erst jetzt wieder Berlin. Und 30 Jahre war es eigentlich die Erinnerung an Berlin.

Rainer Fetting befragt von Asteris Kutulas
Rainer Fetting, 1990 (Photo © by Asteris Kutulas)

Kutulas: Rainer, warum bist du nach Berlin gegangen?

Fetting: Mein Vater ist Berliner, und so sind wir mit der Familie hin und wieder nach Berlin gefahren.

Nach Berlin gezogen bin ich 1972 und schlug gleichzeitig drei Fliegen mit einer Klappe. Ich entzog mich der Bundeswehr, bestand die Aufnahmeprüfung an der HdK und war aus Wilhelmshaven raus, diesem Kaff.

Dann habe ich „quasi“ bei Professor Jaenisch studiert. Später haben sich dann durch die Professur von Hödicke die Leute getroffen, die die Galerie am Moritzplatz eröffneten.

Kutulas: Ihr habt auch zusammen gearbeitet?

Fetting: Ja, das war eine sehr euphorische Zeit. Wir haben zusammen gefeiert, getrunken, gemalt, aber uns auch bekriegt.

Kutulas: In einer Fernsehsendung über die Ausstellung „Bilderstreit“ haben sich die amerikanischen und die deutschen Malerkollegen – verkürzt gesagt – gegenseitig vorgeworfen, die jeweils anderen könnten eigentlich nicht malen …

Fetting: Was mir auffällt, ist eine ähnlich bestehende Haltung zur Malerei in Amerika wie in der DDR. In Amerika läßt sich das zum einen ablesen aus dem, wer dort als Maler ernst genommen wird und existiert. Zum anderen an der Kritik zur eigenen Arbeit. Das klassische Mißverständnis, daß gute Malerei das ist, was nach viel Arbeit aussieht. So wird mir dort sehr oft vorgeworfen, ich würde luschig malen. Das Gegenteil ist der Fall. Hingegen können Bilder, in denen eine Person „fotografisch genau“ wirkt, sehr unkonzentriert und nichtssagend gemalt sein. Die Möglichkeit von Malerei liegt doch wohl nicht in illustrativer, photoähnlicher Nachbildung oder akademischer Langeweile … Wo ist da die Lust am Bild, an der Malerei? Man hat das Gefühl, daß nur so ’ne Hausaufgabe gemacht wird … Die Amerikaner haben jedenfalls in der Malerei keine Tradition. Da geht ihnen sicherlich etwas ab. Die verstehen was vom Film.

Wendisch: Und das ist, was ich vielleicht am stärksten empfinde. Irgendwie kommen mir die Bilder eher synthetisch vor, nicht authentisch. Ich glaube, man kann dieses Problem nicht auf den Ost/West- oder den Europa/Amerika-Streit und ein pauschales „they can’t paint“ reduzieren. Maler, die nicht malen können, sind überall eine Mehrheit, und kaputtgemacht wird zwar überall auf verschiedene Weise, aber mit dem gleichen Effekt. Im Osten war es fast unmöglich, eine spielerische, lustvolle Arbeitsweise zu haben, weil das Leben unter einem puritanischen Totalitarismus einfach zu selten Spaß machte.

Fetting: Das haben die Amis ja nun nicht. Die sind ja in der Hinsicht frei.

Wendisch: Ja, aber denen fehlt das Mittelalter. Die haben keinen Widerstand gegen den Zwang zur Effizienz.

Fetting: Allerdings scheinen mir viele Künstler in New York unter dem Druck von Erfolg zu stehen. Sie entwickeln einen eigentümlichen Ehrgeiz, der einen künstlichen Erfolg zur Folge hat. Sowas bricht dann irgendwann ein.

Bizarre Städte, Trak Wendisch, Asteris Kutulas
Originalsiebdruck von Trak Wendisch für Bizarre Städte Band 2, 1988

Kutulas: Worin besteht dann für dich das „Eigentliche“ der Malerei. Ist es näher definierbar?

Fetting: Ja. Sich überraschen lassen. Eigentlich mit der Malerei spielen. Nicht Umrisse ausfüllen.

Wendisch: Also ich kenne das ja aus einem ganz knallharten akademischen Studium heraus, was mir die Lust über Jahre genommen hat: dieses Nicht-mehr-überrascht-werden, Sich-nicht-überraschen-lassen-können. Ich male auch erst zwei, drei Jahre mit totaler Lust, obwohl ich schon die ganze Zeit gemalt habe, permanent. Aber diesen Punkt – nicht unbedingt die fünfundzwanzigste Hand malen zu müssen, wenn sie eben aus irgendwelchen Gründen dran ist – dazu mußte ich erst kommen, ihn wiederfinden nach dem Studium. Also nicht einfach ein Blau, mit einem Blau leben zu können, sondern mit einem Himmel leben zu müssen. Und darum dieses Blau nicht einfach dorthin zu machen, wo es hingehört, sondern dort, wo Himmel kommt. Also einfach nicht ein großes Blau, aus einem großen Blau, daraus was zu entwickeln, sondern zu sagen: Hier ist oben, und da ist unten. Das ist eine Denkweise. Ich hab mich mit Heisig bis auf’s Messer darüber gestritten, weil mich diese Stahlhelme und Spruchbänder angekotzt haben, obwohl er ein großes Gefühl für Malerei hat, wenn es zum Beispiel um Graus geht. Es gibt zum Beispiel Graus, die eben toll kommen. Und im Hintergrund manchmal solche Stellen, fantastisch, da möchtest du … Und dann kommt vorn oft irgendeine blöde Geste, die nicht funktioniert. Aber ich bin nicht so schnell fertig mit dem alten Heisig; der ist für mich so eine Vaterfigur, auch wenn ich diese Figur bereits mehrfach ermordet habe.

Rainer Fetting, Matthias Arndt, Asteris Kutulas
Rainer Fetting & Matthias Arndt, 1990 (Photo © by Asteris Kutulas)

Kutulas: Rainer, du hast vorhin einen interessanten Nebensatz gesagt: daß nämlich die Amerikaner im Gegensatz zu ihren DDR-Kollegen frei waren …

Fetting: Na, das DDR-Problem existiert ja für die nicht. Und darum überleg ich mir, was da der Grund sein könnte, daß sie trotzdem ähnliche Auffassungen haben.

So glaube ich, daß der Zwang zum schnellen Erfolg zu Oberflächlichkeit oder auch zu schnellen, akademischen Lösungen führt. Man muß beeindrucken, also bedient man sich der wirkungsvoll erscheinenden Lösung, und das ist im Fall von figurativen Bildern die fotografische oder akademische.

Andy Warhol, der das erkannt hatte, hat hierzu seinen Kommentar mit einem extrem zynischen Beitrag geleistet. Alle, die heute versuchen, ihn nachzumachen, haben das leider nicht erkannt, sondern fallen nur auf das äußere Erscheinungsbild herein.

Allerdings kann man in New York auch seinen Spaß haben, ohne einerseits diesem Erfolgszwang mit an sich langweiliger, nicht kreativer Arbeit nachzukommen oder andererseits dem Zwang zur permanenten Party nachzukommen. Da gibt es auch die Ein-Mann-Party, die geht von unten los. Mit anderen Worten: Der Alltag in New York und die Arbeit sind schon interessant genug. Die Partyhysterie ist doch nur ein Ersatz für mangelnde Kreativität.

Ich muß morgens ausgeschlafen sein und ich brauch Kraft dazu. Das klappt natürlich am besten, wenn ich morgens gleich als erstes male. Im Moment ist es so. Ich bin jetzt vierzig Jahre alt geworden. Es gab auch Zeiten, als ich nachts gemalt habe.

Kutulas: Wann bist du eigentlich in die Staaten gefahren?

Fetting: Das erste Mal 1978. Und zwar nach New York. Nicht in die Staaten. Ich kenn eigentlich nur New York. Als ich 1978 das Studium beendete, besaß ich kein Geld mehr. Hab überlegt, was ich mache. Da bewarb ich mich für ein Austauschstipendium. New York interessierte mich außerdem, weil ich viele Filme gesehen hatte, die in New York spielten. Das waren Filme von Martin Scorcese wie „Main Streets“ oder „Taxidriver“. Sie spielten in Little Italy von New York, und dort wohnte ich auch am Anfang, gleich neben der Bowery, wo die Penner sind. Sehr deprimierend.

Dann bin ich mit Leuten in eine Wohngemeinschaft gezogen, in Brooklyn, ins Ghetto, wo man in großen Appartements billig wohnen konnte. Später kamen die Schwierigkeiten, da hab ich dann einen Film abgedreht.

Jedenfalls hat mir das gereicht, und ich dachte: Nie wieder New York! Bin dann auch lange nicht hingezogen, auch nicht, als wir alle bekannt wurden und ich bei Mary Boone ausstellte. Und obwohl alle meinten: Komm hierher!, hat es mich nicht mehr interessiert.

Erst als ich in einer privaten Krise war und in einer beruflichen, nämlich nach dem Bruch mit meinem damaligen Galeristen, ging ich wieder nach New York.

Kutulas: Du bist jetzt wieder in Berlin. Oder pendelst du zwischen New York und Berlin?

Fetting: Na ja, ich pendele im allgemeinen nicht. Ich fühl mich immer da wohl, wo ich gerade bin.

Kutulas: Du willst dich nicht entscheiden, in Berlin zu leben …

Fetting: Nein. Ich find die Möglichkeit aber schon gut, mal hier und da rauszukommen. Weil ich eigentlich eher träge bin und gerne da bleibe, wo ich grade bin. Aber auch die Möglichkeit, daß man einen Abstand haben kann zu dem, wo man grade ist, das finde ich sehr vorteilhaft. Das passiert bei mir so: Wenn ich jetzt zum Beispiel hier ausstelle, in Europa, dann bleib ich erstmal hier, bis dann wieder irgendwas in Amerika läuft.

Kutulas: Würdest du auch gern in Ost-Deutschland ausstellen, ich meine jetzt auch in Galerien? 

Fetting: Na, in der Nationalgalerie mach ich das ja. Aber ich möchte im Moment nicht in einer Galerie ausstellen. Ich hab genug Ausgaben im Moment, muß Sachen bezahlen und kann mir nicht leisten, in einer Galerie auszustellen in der Situation. Ich glaub, das bringt auch nichts. Da linkt man sich selber, weil das Zeug sofort rausgetragen werden würde, und die Leute würden dann Geld damit machen, anstatt daß ich Geld damit mache.

Rainer Fetting und Trak Wendisch befragt von Asteris Kutulas
„Niemandsland DDR. Rainer Fetting und Trak Wendisch befragt von Asteris Kutulas“, in: die tageszeitung, 17.3.1990, Foto © by Wolfgang Krolow

Kutulas: Trakia, stellt sich für dich das Problem auch – ob man noch im Osten ausstellen sollte?

Wendisch: Naja, doch das stellt sich schon. Ich hab eigentlich wenig Interesse z.Zt. im Osten was zu machen, weil die Bedingungen nicht sehr gut sind, weil es natürlich kohlemäßig ganz schlecht aussieht. Es gibt keinen Markt, und damit ist das für mich abgeknipst, weil das, was ich jetzt vorhabe an Kunst, das kostet mich erstmal ’ne Menge Geld; wenn ich zum Beispiel zwanzig Figuren gießen lassen will, muß ich erstmal akkumulieren, bevor das läuft, weil die Kosten so hoch sind. Und da bin ich schon ganz klar drauf angewiesen, kommerzielle Ausstellungen zu machen. Und dann kann ich das sehr gut nachvollziehen, was er sagt mit dem: dort sich wohl fühlen, wo man ist. Ich suche eigentlich, um überhaupt rauszukommen aus meinem Umfeld, immer Projekte. Ich komm nur mit Projekten raus. Ich kann nicht irgendwo hinfahren als Tourist. Ich kann nicht so sein. Ich werde verrückt nach zwei Tagen.

Aber Amerika – seit ich ein kleiner Junge bin, sammle ich Amerika in der Hosentasche, die Streichholzschachteln und mit 14 den ersten Dollar aufgehoben. Natürlich will ich nach Amerika. Und das kann ich nur mit ’ner Ausstellung, sonst komm ich nie nach Amerika … komme nie da an.

Kutulas: Trakia, du hast in einem Interview vor kurzem gesagt, daß dir das auf die Nerven geht: diese Deutschen zwischen Gier und Gewalt.

Wendisch: Es gibt eben dieses, was man denkt, fühlt und malt, so abgehoben. Und dann gibt es die Begegnung mit einer Schlange von Menschen, die ansteht, um irgendwas zu erwerben, was sie auf irgend einer anderen Seite zu mehr Geld machen kann und dabei dem Polen die Schnauze einhauen will, weil der auch irgendwas erwerben will, um auf der anderen Seite mehr Geld zu machen. Verstehst du? Die vibrierende Gier der Zukurzgekommenen, die im Moment durch keine Macht unterdrückt werden können und dadurch viel Eigendynamik entwickeln, die mit den von Politikern und Künstlern unterstellten Motiven für den Umsturz kaum noch zu tun hat.

Also insofern: Mich beschäftigen zum ersten Mal auf Bildern Massen. Mich haben immer nur Einzelne interessiert bis jetzt. Und das erste Mal ist für mich Masse unumgänglich geworden in Bildern. Und das meinte ich in dem Interview. Masse plötzlich nicht mehr als geordnete, von Punkt a nach b zu verschiebende, einzusetzende Masse, sondern als vollkommen unkontrollierbares, wahnsinniges Energiepotential. Das paßt gut zusammen mit meiner wachsenden Lust an der Farbe als plastischem Material. Fähig zu Strudeln, Schründen und Abgründen.

Kutulas: Interessiert euch die derzeitige Situation thematisch für eure Bilder? Das Phänomen Mauer ist verschwunden.

Fetting: Das kann ich jetzt nicht sagen, direkt nicht. Das sagt dann die Arbeit.

Wendisch: Das muß man in ein paar Jahren sehn. Man muß sehen, was dabei rauskommt. Ich habe einfach ein besseres Gefühl, als ich vor einem Jahr hatte. Beschreiben kann ich es nur ganz allgemein. Es ist einfach irgendwie was im Gange. Und wenn’s im Untergang ist. Aber es ist im Gange. Und das ist mir einfach sympathisch.

Kutulas: Könnt ihr euch Deutschland eins denken?

Wendisch: Du hast von Europa geredet. Zu Deutschland hast du nicht gefragt.

Kutulas: Ich meine aber, darum geht’s. In Europa geht’s zur Zeit um Deutschland, und zwar fast ausschließlich, würde ich sagen. Und die Frage ist einfach, ob du dir Deutschland eins denken kannst.

Fetting: Na, ich leb in Berlin. Und an Berlin interessiert mich halt, daß das alles offen wird. Wenn ich sagen soll: Deutschland eins, warum auch nicht. Das sind andere Länder ja auch. Obwohl …

© Asteris Kutulas

Das Interview wurde erstveröffentlicht in der TAZ:
„Niemandsland DDR. Rainer Fetting und Trak Wendisch befragt von Asteris Kutulas“, in: die tageszeitung, 17.3.1990
Foto © by Wolfgang Krolow

Danke an Matthias Arndt für die Unterstützung.

Zeitschrift Sondeur (1990-91) – Bibliographie & Editorials

Folgend das Inhaltsverzeichnis aller 12 Ausgaben (April 1990 bis März 1991) der Zeitschrift „Sondeur – Monatsboulevard für Kultur und Politik“:

SONDEUR Nr.1

Matthias Biskupek – Mürrische Rede. Unlust. Schnauze voll
Yury Winterberg – Wer hat Angst vor Markus Wolf?
Elisabeth Wesuls – Ärzte zum Schwangerschaftsabbruch 1990
Claudia Gehrke – Plädoyer für scharfe Schamlippen
Ulrike Zimmermann – Frauen und Pornografie
Adolf Endler – Bubi Blazezak und der Berliner Fernsehturm
Fritz Rudolf Fries – Wiederbelebung
Kathrin Schmidt – Der eben um die Ecke …
Heinz Czechowski – Dresden, 13. Februar 1990
Niemandsland DDR – Asteris Kutulas im Interview mit Rainer Fetting und Trak Wendisch
Steffen Mensching – Notate im November 1989
Fritz Rudolf Fries – Braucht die neue Republik neue Autoren?
Heinz Czechowski – Zur Situation von Literatur in der DDR
Lothar Trolle – Gerede eines alten Mannes
Peter Wawerzinek – Mudular Hans Müller
Matthias Holst – Ist es einfach, punk zu sein?
Elmar Jansen – Stadt-Bilder, Traum-Bilder
Uwe Kolbe – Über das Gelegenheitsgedicht
Mulack – Gitarre für Anfänger
K.-P. Schwarz – Die „NVA“, Böll & ich
Asteris Kutulas – Nachgestelltes Geleitwort

SONDEUR Nr.2

Freymuth Legler – President debilee
Claudia Gehrke – Pornografie/ Hinsehen oder Wegsehen?
Ulrike Zimmermann – Frauenschaulust und Gewaltpornos
Elfriede Jelinek – Schamgrenzen?
Barbara Frischmuth – Dünger für mein Augenfeld
Yury Winterberg – Denk ich an Keuschland in der Nacht
Matthias Biskupek – Wie ein DDRler jetzt sprechen lernen sollen müßte
Robert Rauschenberg – Wenn das keine Kunst ist, mag ich es (Interview)
Jurij Koch – Die Schmerzen der endenden Art
Ziemer-Jackisch – Akropolis Nr.13 (Reportage)
Fritz Rudolf Fries – Die Westmark fällt weiter. Eine Utopie?
Holger Jackisch – Über das Leipziger Literaturinstitut
Matthias Holst – chingachgook/ein ghetto voller petersilie
Peter Wawerzinek – In der Schwein Welt

SONDEUR Nr.3

Ulrike Zimmermann – Pornos und andere Filme von Frauen
Yury Winterberg – Verfolgte Randgruppen/Heute: Der Fleischer …
Thomas Rosenlöcher – Kreischbild mit Bundeskanzler
Horst Hussel/Lothar Trolle – Stoßgebet der Frau Pastorin
Matthias Biskupek – Wirklicher und Geheimer Rat in Tartu
Mikis Theodorakis – Für einen vierstündigen Arbeitstag
John Cage – Stille als Klangform des Dunkels (Interview)
Odysseas Elytis – Zur Collagen-Technik
Annemirl Bauer – Feminismus, Frankreich, Fandarole (Interview)
Matthias Flügge – Inseln, die nur eines tragen
Gert Neumann – Toccata
Kerstin Hensel – Welsch
Hans-Eckardt Wenzel – Die Entstehung des Marsches …

Asteris Kutulas und Tilo Köhler
Die beiden Redakteure der Zeitschrift SONDEUR Tilo Köhler (rechts) und Asteris Kutulas bei einer Sondeur-Veranstaltung in Berlin Ende 1990

SONDEUR Nr.4

Yury Winterberg – Sündimentale Reise in den Wilden Osten
Thomas Böhme – Leipzig-Abtnaundorf
Freymuth Legler – Reise in den Zwischenraum
Fritz Rudolf Fries – Shop kaputt
Lothar Trolle – Erinnerung an eine HO Gemüseverkaufsstelle
Hans-Eckardt Wenzel – Die vergessenen Dörfer Vorpommerns
Matthias Baader Holst – Wieder Berlin
Gerd Adloff – Café Wolff
Gregor Kunz – Bunte Republik (Äußere) Neustadt Dresden
Barbara Köhler – Dresden der klassische Blick
Thomas Haufe – zurück&kein zurück
Michael Wüstefeld – Meißen 1988
Matthias Biskupek – Mitten in der Rinde
Horst Hussel – Der Ort
Uwe Hübner – Länder oder Über die ewige Völkerwanderung
Thomas Rosenlöcher – Schaum
Annett Gröschner – Niederndodeleben
Till Sitter – Bin ich ein Schlüpfer-Fetischist?
Balduin Baas – Der grüne Penis
Sabine Kebir – … geschlechterfrieden?
Gudula Ziemer – Die Probe
Charlotte Oberwasser – Unter Blitzlicht
Doris Ziegler – Das Private, das Politische und die Malerei
Jan Skacel – Trennung
Heinz Czechowski – Dem Gedenken Jan Skacels
Andreas Hüneke – DAfDADAt? DAtDADAtDAf!
Johannes Baader – Brief an Johannes Schlaf (Erstveröffentl.)
Rainer Schedlinski – Das Sägen am eigenen Ast
Peter Wawerzinek – Hirn einschalten beim Schweigen

SONDEUR Nr.5

Bernd Nitzschke – Die Wut gegen Pornographie
Mircea Dinescu – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Wolfgang Kröber – Jämmerliche Kultur des Jammerns
Rainer Schedlinski – Was ist das Linke am Sozialismus?
Rabea Graf – Aus Postkarten meiner reiselustigen Freunde
Peter Wawerzinek – Abschied ist ein dunster Ort
Andreas Klich – Über Camburg
Barbara Köhler – Wieder Chemnitz
Angela Hampel – Vom Geheimnis im Bild (Interview mit Asteris Kutulas)
Eine Vergewaltigungsgeschichte oder Die Aggressionen der Kritiker
   Annett Gröschner – Maria im Schnee
   Freymuth Legler – Wer viel und laut übers Bumsen redet …
   Kerstin Hensel – Vor der Schlafzimmertür
   Tilo Köhler – Der Schrei um Hilfe
   Klaus Laabs – „Im Kopf eine verwüstete Landschaft“
   Elisabeth Wesuls – Neunmalklug ist auch wieder dumm
   Annett Gröschner – Anekdoten
Frank Lanzendörfer – techtels & mechtels
Peter Böthig – Subverstanden (Über F.L.)
Ina Kutulas – In einem dunklen dunklen Wald. Zu Lanzendörfer

SONDEUR Nr.6

Stefan Heym – Rette sich wer kann
Gudula Ziemer – Was ich in Rom sah oder hörte
Mitch Cohen – I Tell Ya
Ursula Ziermann – Männer als Maschinen
Claudia Gehrke – „Das Sichtbare ist das Geheimnis“ (Interview mit Asteris Kutulas)
Charlotte Oberwasser – Die erogene Zone
Fritz Rudolf Fries – Cuba Libre mit viel Liebe in New York
Matthias Biskupek – Mitleid für die abgefederten Sieger
Stefan Heym – Ausstellungseröffnung
Peter Schönhoff – Georg Baselitz‘ Arschlöcher
Angela Hampel – Ich hört ein Sichlein rauschen … (Interview mit Asteris Kutulas)
Ines Eck – Wenn ich tot bin, warst Du es
Eva Bartsch – Die Chance, grenzenlos verkannt zu werden
Thomas Bischoff – Thesen zum (Theater-)Naturalismus in der DDR
Fritz Rudolf Fries – Miles Davis/ Die Autobiographie
Matthias Baader Holst – Old Shatterhand oder Die Wohnungsfrage

SONDEUR Nr.7

Tilo Köhler – Der Untergang des Abendlandbrotes
Klaus Rahn – Das Glas Marmelade
Detlev Opitz – Eva-Mania
Claudia Gehrke – Die inszenierte Lust der Frauen (Interview mit Asteris Kutulas)
Peter Wawerzinek – 14 Pornotizen
Yury Winterberg – Schreiben als Perversion
Stephan Ost – Die Rivalin im Teppich
Fritz Rudolf Fries – Die hohe Kunst der Korruption
Adolf Endler – Neues von Bubi Blazezak
Elke Erb – Ein Jahrzehnt mit Endler
Gert Neumann – Brief in die DDR

SONDEUR Nr.8

Robert Gernhardt – Triste Überdosis
Alban Nicolai Herbst – Börsenbrief (Literatur)
Milan Kundera – Das spannende Auge Gottes
Jannis Ritsos – Camera obscura
Eberhardt Häfner – Die Verelfung der Zwölf
Claudia Gehrke – Der verpönte Blick (Interview mit Asteris Kutulas)
Gala Breton – Die Ostmuschis kommen
Peter Brasch – Die Entgleisung
Branko Cegec – Melancholische Annalen
Yury Winterberg – Der Hauptmann im Triebkrieg/ A. Stramm
Wolfgang Opitz – Ralf Winkler und die Sechziger in Dresden (Interview mit Asteris Kutulas)
Jan Faktor – Ein Satz zu Adolf Endlers Schichtenflotz
Horst Hussel – 6 Briefe an Herrn S.
Mitch Cohen – Papierflieger
Heinz Czechowski – Früher/ Drei Texte
Gert Neumann – Eröffnungstext

SONDEUR Nr.9

Lothar Trolle – Frau Minister mit besonderen Aufgaben
Jose Ortega y Gasset – Das zweigeteilte Deutschland
Rainer Schedlinski – Der dogmatische Schlaf der Vernunft
Friedrich Kröhnke – Eine letzte Satire
Hermann Nitsch – Ich bin kein Instinkttäter
Jannis Ritsos – Nach dem Ende / 3 Texte
Jörg-Michael Koerbl – Jugenddivision „Onanierende Zukunft“
Reinhard Jirgl – Tantalos an der Götter Tafel
Yury Winterberg – Vom Inzest mit Gehirntieren (Schmidt)
Autonome Huren – Besuch aus dem hohen Norden
Alban Nicolai Herbst – Deutsche Literaturbörse: Dezemberbrief
Cornelia Sachse – before LISA in america
Alain Jadot – Nicht übertragbar
Elke Erb – Brief aus der DDR
Die Redaktion – Danksagung

SONDEUR Nr.10

Peter Wawerzinek – Her mit dem nächsten Krawall
Christoph D. Brumme – Liquidationen
Alban Nicolai Herbst – Literatur-Börse: Gutes für Vergehendes
Volkmar J. Zühlsdorff – Partei fürs geliebte Deutschland
Tilo Köhler – Mit dem Rücken zur Wand, die es nicht mehr gibt
Domenico Zindato – Pastone und Broda
Zdravko Kecman – Nächtliche Lieben der Spinnenfrau
Koeppen/Wawerzinek – Akt-Kalendarium 1991
Peter Böthig – Ein Wanderer und sein Licht-Schatten
Matthias Baader Holst & Peter Wawerzinek & Asteris Kutulas – Die zappelnden Versfüße Michael Jacksons (Gespräch)

SONDEUR Nr.11

Berthold Dirnfellner – Geld
Stefanie Menzinger – Geldgeld
Gala Breton – Happy Week-End
Alban Nicolai Herbst – Börsenbrief Februar 1991
Yury Winterberg – Motz-Art lebt
Axel Dielmann u.a. – Franco Fantis Verzweigungen
Nenad Popovic – Freund Watson
Werner Heiduczek – Bitterfelder Wegelagerer
Fritz Rudolf Fries & Uwe Grüning – Streitgespräch
Ralf Winkler – Manifest 1971
Harald Gallasch – Das Unvorstellbare
Wolfgang Opitz – Die Dresdener „Lücke“ (Interview mit Asteris Kutulas)
Mitch Cohen – Ohne Eine

SONDEUR Nr.12

Konstantinos Kavafis – Notate
Heinz Czechowski – Das Zwingende
Gabriele Gabriel – Schießstandrecht
Michael Wüstefeld – Abbau einer Losung
Adolf Endler – Wiedererweckung
Peter Wawerzinek – Moppel Schappik
Horst Hussel – Damengespräch
Thomas Rindsfüsser – Depression
Ulrich Preuss – Ein Tag im Leben der Mama
Jannis Ritsos – Erwachen
Elke Erb – Russische Symbolisten
Sinaida Gippius – Dem Dichter
Annenski – Nerven
Alban Nicolai Herbst – Börsenbrief/Hundstod
Gert Neumann – Produktionsgewässer
Peter Brasch – Hämorrhoide im Kopf
Asteris Kutulas/Thilo Köhler – Editorial

SONDEUR. Monatszeitschrift für Kultur und Politik
Herausgegeben und produziert von Asteris Kutulas
Redaktion: Tilo Köhler, Ina Kutulas, Marina Bertrand, Andre Kahane (Artwork), Jannis Zotos, Asteris Kutulas (Chefredakteur)

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NACHGESTELLTES GELEITWORT
der ersten Ausgabe (1990)

Zahllose Gründe sprechen gegen das Projekt. Galt noch bis vor kurzem das LESEN in diesem Teil Deutschlands – zumindest bei den wachgebliebenen seiner Bewohner als TUGEND –, so dürfte heut kaum mehr damit gerechnet werden: das Schauen, das Hören, das Streiten, das Reisen, das Debattieren, das Demonstrieren …! Wenn schon gelesen wird, dann Kurzgebratenes: schnell zur persönlichen Tagesordnung übergehen, denn die fordert gebieterisch den ganzen Mann. Die ganze Frau. Ganze Kinder gar: Auf alle, alle! und jeden zielen die Strategien der Neu- und Altverleger: West-östliche Diwane en gros, ganz andere Andere Zeitungen, reformierte Freie & Junge Welten, neue Neue Deutschlands, Wir in Leipzig und Uns in Mecklenburg, von all dem nicht zu reden, was noch kommen wird, Popos aus Jamaica und Rezepte vom Vater Rhein, Strickereien von Burda und Krenz ganz im BILDe, alles zielend auf IHN: den LESER. Wer aber ist der? Steckt in wessen Anzug und denkt in wessen Kopf? Irgendwo zwischen Neugersdorf und Jerichow II soll es ihn geben. Aber: er will gar nicht, der gute. Mag nicht mehr lesen. Warum auch. Vierzig Jahr gelesen und nichts gewesen. Für DIE Spesen – lieber am Tresen. Solange es dort noch wohlfeil zugeht. Apropos und überhaupt: vier Mark so’n Blatt! Woll’n wohl durchhalten. Woll’n wohl ihren Autoren gute Honorare zahlen. Autoren scheinen ihnen überhaupt wichtig zu sein, stehn sogar vorne drauf. Im übrigen irgendwie fremdländisch das Ganze, nicht wundern, wenn Onassis Aktien bei TANTALUS, na denn …

Ein angeschlagenes Schiff driftet längs der drohenden Brandung, die arg geschrumpfte Besatzung schwankt zwischen Lethargie und Renitenz, der Erste Offizier hat sich erschossen, der Smutje nurmehr Salzfleisch und Zwieback im Angebot, Bootsmann und Steward schmieden Ränke, der Zweite Offizier mit dem Beiboot getürmt, der übernächtigte Kapitän weiß, dass seine Tage gezählt sind, träumt von blühenden Geranientöpfen und hört kaum mehr im Halbschlaf die Rufe dessen, der weit über den Bugspriet gelehnt, das Lot wirft, der Mann heißt: SONDEUR.

Asteris Kutulas

Sondeur von Asteris Kutulas

EDITORIAL
der letzten (zwölften) Ausgabe (1991)

Mit dem tatsächlichen Erscheinen der Nummer 12 unseres Monatsboulevards haben wir nunmehr einen Status erreicht, den selbst Zuversichtlichere als wir nur schwerlich für ertrotzbar hielten: wir sind wieder ein Jahr älter geworden.

Zugleich kann hiermit der erste vollständige Jahrgang unseres galanten Almanachs durch jedermann besichtigt werden; Anlass auch für eine gelassene Rundschau unsererseits, deren Heiterkeit dem Unernst der Stunde angemessen bleiben soll. Denn SONDEUR stellt mit diesem Heft 12 sein regelmäßiges Erscheinen als Monatszeitschrift ein. Getreu unserer ersten Selbstdefinition als Literatur der k & k (Kutulas & Köhler) waren unsere Intentionen von Beginn an nicht auf expansive, sondern eher untergehende Phänomene gerichtet, denen wir mit „Sondeur“ ein gewiß nicht ungefälliges hinzugesellt zu haben hoffen.

Solcherart ist „Sondeur“ ein Kind des Übergangs, vielleicht sein schönstes gewesen. Kein Kind der Aufklärung mithin, wohl aber eines mit dem unverwüstlich provinzialischen Charme deutscher Spät- und Postromantik. Und da es bekanntlich für diese kein unschuldigeres Motiv gibt als den sanften Hingang eines schönen Kindes, übereignen wir „Sondeur“ hiermit dem unerschöpflichen Fundus der Literaturgeschichte, in der um zwei Jahrhunderte zu früh aufgetaucht zu sein in der Natur ernst zu nehmender Abschiede seit ebenso langer Zeit gründen mag.

Asteris Kutulas & Tilo Köhler

Sondeur von Asteris Kutulas

Bizarre Städte: Unabhängige Zeitschriftenpublikation in der DDR (1987-1989), herausgegeben und produziert von Asteris Kutulas / Redaktion: Ina Kutulas, Johannes Jansen, Gerd Adloff, Gregor Kunz, Thomas Haufe, Asteris Kutulas (Chefredakteur)

Sondeur: Monatszeitschrift für Kultur und Politik in der Nachwendezeit (1990-1991), herausgegeben und produziert von Asteris Kutulas / Redaktion: Tilo Köhler, Ina Kutulas, Marina Bertrand, Andre Kahane (Artwork), Jannis Zotos, Asteris Kutulas (Chefredakteur)